Haupt- und Nebenwege

Das Netz der BVG

Berlin ist doch kein Dorf

Berlin hat eine Fläche von 892 hm² und 3,5 Millionen Einwohner. Es gibt 12 Bezirke, die unterschiedlicher nicht sein können. Berlin hat ein pulsierendes Zentrum in der Mitte, eine geschäftige City am K’udamm, ein Regierungsviertel, das Szeneviertel in Prenzelberg und eine andere Szene in Kreuzberg. Dazu kommen kleinbürgerliche Wohnviertel mit geschäftigen Einkaufsstraßen, große Neubaugebiete, Villenviertel, ein paar Dörfer, viel Grün und Wasser. Alle diese unterschiedlichen Viertel haben eins gemeinsam, ein flächendeckendes Nahverkehrssystem aus U-Bahn, S-Bahn. Straßenbahn und Omnibus. Dabei ist die S-Bahn Berlin eine Tochter der Deutschen Bahn.

Gleisdreieck

Großstädtischer Nahverkehr spielt sich zum größten Teil auf der Schiene ab. Die U-Bahn bildet zusammen mit der S-Bahn das Rückgrat des innerstädtischen Nahverkehrssystem. Ohne Behinderungen durch den Straßenverkehr können so weite Strecken schnell und bequem bewältigt werden. Viele Umsteigpunkte zwischen S- und U-Bahn sind als kombinierte Umsteigebahnhöfe angelegt, um ein schnelle und barrierefreies Umsteigen zu gewährleisten.

Die Strategie der Spinne

Die schematische Darstellung des Berliner Liniennetz wird passend als „Netzspinne“ bezeichnet. Vor einigen Jahren hat die BVG zur Ergänzung des Liniennetzes die Metro Linien geschaffen. Diese Linien verkehren 24h am Tag und fahren mindestens im 10 Minuten Takt. Somit ist die Bevölkerung von Berlin rund um die Uhr mobil.

Ab durch die Mitte und über die Dörfer

Das die nächste Haltestelle nicht weiter als der nächste Parkplatz entfernt ist, lässt sich nicht immer umsetzen. Aber auch die ländlichen Gebiete sind durch die Ergänzungslinien von Bus und Straßenbahn gut angebunden. Somit ist die nächste Haltestelle nie mehr als 10 Minuten entfernt. Und durch die enge Verzahnung der verschiedenen Verkehrsmittel, fahren an vielen Haltestellen mehrer Linien. Somit kann man als Fahrgast auch auf eine Störung der Linie flexibel reagieren und eine andere Route nehmen.

Daten und Zahlen zur BVG (2008)

  • 9 U-Bahnlinien
  • 22 Straßenbahnlinien
  • 150 Omnibuslinien
  • 13 Expressbuslinien
  • 170 U-Bahnhöfe
  • 800 Straßenbahnhaltestellen
  • 6500 Bushaltestellen
  • 100 km eigener Gleiskörper bei der Straßenbahn
  • 100 km Busspur
  • 33 km/h durchschnittliche Geschwindigkeit bei der U-Bahn
  • 500 m Haltestellenabstand bei Bus und Straßenbahn
  • 10.000 Mitarbeiter

Berlin ist eben doch kein Dorf