Wohin fährt die BVG?

Die Erarbeitung der Zukunft

Technik im Dienst der Umwelt

Als der größte Anbieter auf dem Gebiet des Öffentlichen Personennahverkehrs in Berlin ist die BVG gegenüber den Forderungen des Umweltschutzes besonders in der Pflicht. Der ÖPNV ist schon ein wesentlicher Beitrag zum Umweltschutz. Berlin hat mit Problemen wie Luftverschmutzung und Lärm zu kämpfen. Seit dem Januar 2008 ist deshalb in der Berliner Innenstadt  die Umweltzone eingerichtet worden. Dabei handelt es sich um das zentrale Stadtgebiet mit einer Fläche von 88 km‘ und einer Bevölkerung von 1,1 Mio Einwohnern. U-Bahnen und Straßenbahnen verkehren in einem engmaschigen Netz innerhalb der Umweltzone. Die Omnibusse der BVG sind mit Russpartikelfiltern ausgestattet. Das umweltbewusste Engagement der BVG hat aber schon vor Jahren die Weichen in Richtung auf neue Antriebstechnik stellen lassen. Wasserstoff heißt auch für die BVG das Energiekonzept der Zukunft. Leiser und praktisch emissionsfrei ist diese antriebstechnische Innovation in Zukunft vielleicht sogar auch preiswerter. Im Rahmen des europäischen Clean Energy Projects ist die BVG maßgeblich an der Entwicklung dieser neuen Antriebstechnik beteiligt.
Neue Entwicklungen der Gleisbetten für sowohl U-Bahnen als auch Straßenbahnen tragen ganz wesentlich zur Einschränkung des Verkehrslärms bei. Ebenso garantieren neue Fahrzeuge bei U-Bahn und Straßenbahn ein Minimum an Schallemission. Ein nachhaltiger Umgang mit Energie-Ressourcen ist darüber hinaus ein wesentlicher Inhalt der Personalweiterbildung und Schulung. Dazu kommt bei den Bahnen die entsprechende Fahrzeugtechnik, die die Rückspeisemöglichkeiten von Energie ins System nutzt und somit einen sparsamen und effizienten Energie-Einsatz garantiert.

Ressourcen für die Sicherheit

Für die Sicherheit der Fahrgäste ist in jeder Hinsicht in höchstmöglichem Maß gesorgt. An erster Stelle stehen dafür die qualifizierten Mitarbeiter der BVG. Technische Systeme garantieren dabei eine engmaschige Vernetzung und somit die Nähe als Grundvoraussetzung für jedes schnelle Eingreifen im Fall einer Gefahr. Dass höchste technische Standards Sicherheit so weit wie möglich gewährleisten, ist bei der BVG selbstverständlich. Video Überwachungssysteme mit der Möglichkeit, Aufzeichnungen für einen ausreichenden Zeitraum zu speichern, werden parallel dazu weiter ausgebaut. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Persönlichkeitsschutz des einzelnen und seiner Privatsphäre und den allgemeinen Sicherheitsinteressen der Öffentlichkeit ist dabei Grundsatz und Ziel.

Sicherung der Zukunft

Mit dem Beginn des Jahres 2008 hat für die BVG ein neuer Abschnitt ihrer bewegten Geschichte begonnen. Berlins Nahverkehrsunternehmen, unbestritten ein wichtiger Teil Berlin-spezifischer Identität, hat mit dem Land Berlin einen Verkehrsvertrag geschlossen, der den Bestand der BVG bis zum Jahr 2020 sichert. In einer Phase möglicher Turbulenzen auf dem europäischen Nahverkehrsmarkt sichert dieser Vertrag der BVG ihren Bestand als integriertes Unternehmen und dem Land Berlin eine gleichbleibend hohe Quantität und Qualität des öffentlichen Personennahverkehrs.
Die Leistungen von U-Bahn, Straßenbahn, Omnibussen und Fähren werden im gewohnten Umfang von Berlin bestellt. Alleiniger Ersteller dieses Nahverkehrsangebots ist die BVG. Die Qualität der Leistungen wird dabei ständig kontrolliert, der Bedarf auf dem Niveau von 2007 immer wieder überprüft und den aktuellen Entwicklungen angepasst. So kann es zu Verschiebungen, aber nicht generell zu Einschränkungen des Angebots kommen. Das gelbe Quadrat mit den drei Großbuchstaben BVG wird weiterhin für ein wesentliches Stück Lebensqualität in der deutschen Hauptstadt stehen. Wie schon immer in der Vergangenheit wird Berlin um seinen quirligen, groß-städtischen, schnellen und zuverlässigen Nahverkehr von seinen Besuchern und Gästen beneidet werden. Die Berliner, die ihren Stolz darauf hinter vollmundig vorgetragener Kritik verbergen, werden letztlich doch sagen müssen: „Da kann man nicht meckern.“